Besuch einer FreiDay-Gruppe bei den Dominikanerinnen im Kloster Arenberg (Koblenz)
Unsere FreiDay-Projektgruppe „Gemeinsam Jesus auf der Spur“ hat sich überlegt, das Kloster Arenberg zu besuchen.
Am 18. Juli war es soweit: Mit den öffentlichen Bussen fuhren wir von Lahnstein über Koblenz nach Koblenz-Arenberg.
Vor dem Kloster haben wir uns mit Schwester M. (= Maria) Ursula getroffen und sie führte uns ins Haus. Dort setzten wir uns im Speisesaal der Angestellten in einen Stuhlkreis. Schwester Ursula erzählte uns von ihrem Leben vor und nach dem Klostereintritt. Vorher hat Schwester Ursula, eine studierte Apothekerin, als wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Universität Saarbrücken gearbeitet. Sie sagte uns, dass ihr Leben, nachdem sie vor etwa 20 Jahren ins Kloster eingetreten ist, erfüllt und „vollständig“ wurde.
Nach einer ersten Gesprächsrunde von 20 Minuten kam Schwester M. Clarita dazu. Sie ist eine sehr junge Nonne: Sie ist mit 25 Jahren, also vor drei Jahren, ins Kloster eingetreten. Zur Zeit arbeitet sie als Theologin in Trier. Schwester Clarita ist die jüngste Nonne im Haus. Sie hat schon immer eine starke Beziehung zu Gott gehabt und hat sich immer gefragt, ob der Weg als Nonne der richtige für sie ist.
Die Schwestern haben insgesamt 10 Jahre Zeit, sich zu entscheiden, ob sie ihr Leben lang Nonne sein wollen und können. Die „Treue“-Versprechen zum Klosterleben innerhalb dieser ersten zehn Jahre nennt man zeitliche Gelübde, danach erst folgt das ewige Gelübde. Dennoch können die Schwestern, wenn das Leben im Kloster für sie gar nicht mehr möglich sein sollte, immer noch austreten. Schwester Ursula erzählte, dass niemand in der Gemeinschaft gegen seinen Willen festgehalten würde. Sie alle seien freiwillig und glücklich in ihrer Gemeinschaft. Das können wir bestätigen: Die Fröhlichkeit, die beide Schwestern ausstrahlen, und das viele Lachen im Haus bestätigen Schwester Ursulas Aussage total.
Schwester Ursula hat uns das Kloster von innen gezeigt, beispielsweise die Küche, den Speiseraum der Nonnen, die Kirche mit dem Sitzbereich der Schwestern und den sogenannten Mantelraum. Am Ende unseres Besuches hat Schwester Ursula uns das Gästehaus und den großen Garten gezeigt, dort durften wir die Ruheangebote für die Erholungsgäste erkundigen, ausprobieren und natürlich spazieren gehen.
Viel zu schnell war die Zeit vorbei, wir hatten nur einen Teil des Gartens sehen können, und wir mussten mit dem Bus wieder zurückfahren. Es hat uns allen gut im Kloster Arenberg gefallen. Viele von uns haben jetzt ein ganz anderes Bild vom Leben im Kloster.
Bei der Besprechung in der Woche danach haben wir einen Youtube-Film über Schwester Claritas erste Zeit im Kloster gesehen und erstaunt zur Kenntnis genommen, dass sie einmal pro Woche in die Kletterhalle fährt und dort weiterhin ihrem Hobby nachgeht. Schwester Clarita ist übrigens zusammen mit Schwester Ursula bei Facebook und Instagram sehr aktiv. Wirklich in der Welt und für die Welt.
Text: Melina Bofe, Blessing Dick, Frau Scheid